Fair-N-Hess

Die AG “Fair-N-Hess” beleuchtet aktuelle gesellschaftliche Fragestellungen aus schulischer Perspektive und setzt sich dafür ein, in unserer Schulgemeinde für diese Themen zu sensibilisieren, mit dem Ziel, für ein besseres, nachhaltigeres gemeinsames Schulleben einzutreten.
Die bearbeiteten Themenschwerpunkte werden durch die Schülerinnen und Schüler der AG eigenständig gewählt und inhaltlich ausgestaltet. Einzelne Schülerinnen und Schüler zeichnen dabei federführend verantwortlich für die Koordinierung und Dokumentation der Ergebnisse innerhalb der Arbeitsgruppen.

Nachfolgend einige Schlaglichter aus unserer AG.

Umweltschutz und Nachhaltigkeit

Ein Thema, das uns seit einiger Zeit umtreibt, ist die Frage der Nachhaltigkeit und dem Schutz unserer Umwelt. Seit geraumer Zeit ist die Umwelt zwar ein (medial) stark diskutiertes Thema, aber meist wird vergessen, warum die Umwelt gefährdet ist und was man überhaupt dagegen tun kann.

Seit dem Zeitalter der Industrialisierung stellt der zunehmende Raubbau an Umweltressourcen eine sich täglich zuspitzende Belastungsprobe für unsere Ökosysteme dar. Die zum Teil dramatisch schlechte Luftqualität in Ballungszentren, Fragen des Welthungers und die globale Problematik der Müllproduktion gerade in den Industrienationen der Welt verlangen eine gesamtgesellschaftliches Umdenken.

Neben der Luftverschmutzung durch Abgase von Fahrzeugen ist die Belastung unserer Gewässer durch Plastikmüll. Eine Menge an Plastik (zumeist in Form von „Mikroplastikpartikeln“) befindet sich in den Weltmeeren und belastet die Ökosysteme und sensiblen Nahrungsketten nachhaltig. Gleichzeitig stellt die Verbrennung des Abfallbergs ebenfalls keine nachhaltige Alternative für unsere Erde dar.

Es ist klar, dass etwas geändert werden muss!

Ohne großen Aufwand können wir beispielsweise Folgendes tun:

  • im Alltag auf Plastikbecher, -teller und-besteck verzichten
  • Strohhalme vermeiden
  • beim Einkaufen eigene Tragetaschen mitnehmen
  • Mehrwegflaschen statt Einwegflaschen nutzen

Wie man sieht, kann man mit nur kleinen Taten bereits umweltbewusster sein. Wenn wir auch nur diese Sachen beachten, werden wir unserer Erde viel Gutes tun.

Amina Isse, Sprecherin Fachgruppe Umweltschutz

Ressourcenverbrauch und Papierverschwendung

Papier ist überall und aus unserem Alltag kaum wegzudenken. Der weltweite Bedarf hat sich innerhalb von dreißig Jahren fast verdreifacht. Anstatt also die Wälder zu roden, um Papier zu gewinnen, werden in Massen Regenwaldgebiete gewissenlos abgebrannt. Das Ergebnis: CO₂ Emissionen erhitzen den Planeten und kein Baum der verbrannten Fläche kann weiterverarbeitet werden. Doch anstatt nun Papier einzusparen, wird massenhaft verschwendet. Auch an unserer Schule. Und das wollen wir, innerhalb unserer AG, mit innovativen Ideen ändern.

Hierbei kann z.B. auf folgende Überlegungen verwiesen werden:

  • kritische Betrachtung und Analyse des eigenen Papierbedarfs im Schulalltag
  • Lehrkräfte und Schülerinnen un Schüler können ggfs. gemeinsam entscheiden, unter welchen Voraussetzungen Unterrichtsmaterial auch digital zur Verfügung gestellt werden kann, bzw. ob eine Papierflut an ausgeteilten Kopien in jeder Hinsicht sinnvoll ist
  • Sichtung und Stärkung des Bewusstseins aller Beteiligten für die im Schulkontext anfallenden Papiermengen (z.B. Bekanntgabe aktueller Liefer- und Lagerbestände) im Laufe eines Schuljahres

Juri Weirich, Sprecher Fachgruppe Ressourcenverbrauch in der Schule

Schulgestaltung und Möglichkeiten zur Begrünung

Unser Ziel bei Fair-N-Hess ist es, in verschiedenen Bereichen das Leben für uns und unsere Umwelt ein kleines bisschen besser zu machen. Im Themenbereich Lebensmittel kam uns ein Hochbeet in den Sinn. Aber, warum überhaupt?

Schülerinnen und Schüler erleben die große immerwährende Verfügbarkeit von Lebensmitteln (insbesondere in stark verarbeiteter Form) als alltäglich Normalität. Durch den stetig wachsenden Komfort und das Überangebot in und an den Supermarktregalen droht der Wert und und die Bedeutung des Nahrungsmittels als Lebensmittel mehr und mehr zu verblassen. Tonnenweise Abfall in Form von eigentlich noch genießbaren Lebensmittelbeständen sind die Folge der Unachtsamkeit im Umgang mit unserer Nahrungsmittelproduktion – angesichts des Welthungers eine Schande!

Vor diesem Hintergrund regt die AG Fair-N-Hess die Einrichtung von schuleigenen Hochbeeten auf dem Gelände der Hermann-Hesse-Schule an, um ein sichtbares und gleichzeitig praktisch nutzbares Signal gegen Lebensmittelverschwendung und stärkere Wertschätzung für die Erzeugung von Lebensmitteln zu setzen.

Folgende Aspekte erscheinen uns bedenkenswert:

  • durch die direkte Verfügbarkeit vor Ort können Ideen des „regionalen“ Anbaus und von Obst und Gemüse stärker im Bewusstsein verankert werden
  • es kann aufgezeigt werden, dass nachhaltige und wertvolle Lebensmittel – den notwendigen Ehrgeiz vorausgesetzt – keine kostspielige Utopie bleiben müssen
  • ferner treten praktische Erwägungen hinzu, etwa die Möglichkeit zu optischen Akzentuierung und Verschönerung unseres Schulgeländes sowie die Möglichkeit zur öffentlich wirksamen Sensibilisierung für das Thema Nachhaltigkeit

Terrence Plucinski, Sprecher Fachgruppe Gestaltung und Begrünung in der Schule